Wie hängen Stress, Heißhunger und Blähbauch zusammen?

Shownotes

Stress schlägt auf den Magen – und bringt häufig auch den Darm aus dem Gleichgewicht. Doch warum reagiert die Verdauung manchmal innerhalb weniger Minuten auf belastende Situationen?

In dieser Folge von „Vorsicht! Ansteckende Gesundheit“ erklärt Nathalie Baranauskas, wie eng Gehirn, Nervensystem und Darm über die Darm-Hirn-Achse miteinander verbunden sind. Dauerstress kann nicht nur die Darmbewegung und die Darmschleimhaut beeinflussen, sondern auch das Essverhalten verändern und Beschwerden wie Blähungen, Bauchkrämpfe oder Durchfall verstärken.

Außerdem geht es darum, wie bewusste Atmung, regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und achtsames Essen dabei helfen können, erste Stresssignale früher wahrzunehmen. Ein Ernährungs- und Beschwerdetagebuch kann zusätzlich sichtbar machen, welche Kombinationen aus Lebensmitteln, Stress und Bewegungsmangel dem Darm besonders zusetzen.

Eine Folge über die Signale des Körpers, die Bedeutung des Darmmikrobioms und die Frage, wie mehr Achtsamkeit im Alltag Magen und Darm entlasten kann.

https://nathaliebaranauskas.de/

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00:00:02: Vorsicht!

00:00:03: Ansteckende Gesundheit.

00:00:04: Der Podcast von und mit Natalie Baranauskas

00:00:09: Es geht heute wieder mal um Darm, wir erweitern sogar auf Magen-und-Darm Und da gibt es natürlich – das kann ich aus vielen Jahren stressgeplagter Erfahrung sagen – eine Verbindung zwischen Stress und Magen und Darm.

00:00:25: Absolut also Ja, Stress vor allen Dingen wenn der Stress ausartet.

00:00:30: Wenn wir wirklich vom Dauerstress reden dann kann das auch die komplette Darmpflore aus dem Gleichgewicht bringen weil ja einfach nicht nur das Nervensystem sondern auch die ... Die Darmschleimhaut oder sogar die Immunfunktion und die Darmbewegung tatsächlich auch die unseren Nahrungsprei weiter bewegen sollen.

00:00:50: Und unser Essverhalten verändert wird durch den Stress.

00:00:53: Das kennen wir alle.

00:00:54: Aber Stress verändern wir automatisch unsere Es gewohnheiten leider, weil man ja dann auch mal schnell zu irgendwelchen Snacks greift oder mal schnell hier und da irgendwas Süßes zwischen die Zähne nimmt.

00:01:10: Dass man einfach mal diesem Stress vermeintlich entgegen wirkt.

00:01:14: Das fördert das Ganze natürlich noch.

00:01:16: Also ich kann wirklich aus Erfahrung sprechen.

00:01:18: Ich war lange Reizdarm geplagt Und das Faszinierende ist... Das weiß ich nicht, ob du das vielleicht sogar auch kennst.

00:01:27: Abhilfe haben echt so richtig heftige Kohlenhydrate geschaffen.

00:01:33: Ja!

00:01:34: Abhilfen tatsächlich oder für den Kopf?

00:01:37: Kurzfristig also.

00:01:38: das heißt wenn die Aktivität da war, du hast gemerkt es zieht und dann sag' ich mal So eine Ditch-Bretzel sofort rein hat tatsächlich geholfen.

00:01:47: aber natürlich... Du weißt nur sehr kurzfristig

00:01:50: Ja, nur sehr kurzfristig weil es halt auf die lange Sicht natürlich das ganze Darmekropium durcheinander bringt.

00:01:55: Aber klar ist ich sage mal so im Leinenhaft ist stopft natürlich ja und der Darm hat erstmal mehr zu tun und verwurscht das Ganze.

00:02:04: und das kann natürlich erst einmal dazu führen dass der ganze Nahrungsbräu ein bisschen fester wird als jetzt bei einem Reizdamm der häufig dann eben diesen Durchfall hat usw.

00:02:13: Das kann schon kurzfristigt wirken!

00:02:18: Das Faszinierend ist, dass wir das hier gleich auch schon so abgearbeitet haben.

00:02:22: Ist die Verbindung zum Gehirn.

00:02:26: Die finde ich eigentlich mit am faszinierensten, dass du tatsächlich... Es kommt eine Situation und du siehst diese Situation und es dauert nicht lange.

00:02:34: Wenige Minuten später ist der Darm bereit?

00:02:36: Absolut!

00:02:37: Du weißt das ja auch schon

00:02:38: ne?!

00:02:38: Also man kennt das dann wenn man das hat Weil halt unser Darm natürlich bei Stress direkt reagiert.

00:02:43: Und das ist ja, wie du sagst eben auch dadurch bedingt, dass wir diese Darm-Hirnachse haben.

00:02:49: Dass sich einfach unsere Baure und unsere Psyche gegenseitig beeinflussen, weil die Kommunikationsachse zwischen unserem Verdauungssystem und unserem Gehirn ebenso funktioniert.

00:03:00: Dass dann ständig Bodenstoffe darüber ausgetauscht werden und Signale abgegeben werden also sowohl vom ... Darm ans Gehirn, als auch vom Gehirnen an den Darm.

00:03:10: Und ja das beeinflusst halt einfach unsere Psyche und wenn wir Stress haben dann kennt man das Ja wird das geschießt einem in den Magen mitunter Wenn das sowieso, dass die Schwachstelle ist unsere Stimmung kann sich ändern.

00:03:25: und ja Dann kann natürlich einfach sofort von unserem vegetativen Nervensystem in Sekunden Alarm sozusagen geschaltet werden und dann sich entsprechend auswirken.

00:03:36: Also zum Beispiel, dass man mit Blähungen oder mit Durchfall reagiert.

00:03:44: Das ist einfach so ... Weil unser Körper ja wenn es einen Stressmoment gibt, wird erst mal nicht zuerst zwischen echter Gefahr und einem Alltagsdruck oder sowas unterschieden sondern die Stresshormonen ausgeschüttet, der Darm bekommt eben direkt sozusagen das Signal, gerade keine Energie für Ruhe oder Verdauung zu investieren.

00:04:05: Sondern da eben zu reagieren.

00:04:07: und wenn dieses reagieren vielleicht einfach nur der Griff in irgendeine Schublade ist, in der sich irgendwas Süßes befindet?

00:04:12: Oder wie du sagst die alt bewährte Brezel.

00:04:15: Aber warum ist es so?

00:04:16: Das heißt, warum kommt dieses Signal im Kopf?

00:04:21: Gibt's dafür Ursachen?

00:04:22: Naja, weil einfach diese ... Also es ist ja erst mal so das nicht bei jedem Mensch so, dass er gleich reagiert.

00:04:28: Aber dieser Stress der ausgesendet wird führt dazu, also wir wissen schon, wir bekommen vielleicht Bauchkremfe oder Blähungen oder wir bekommen einen Druckgefühl in den Bauchgegenen, weil eben dieser Alarm-Mode vom Körper ausgesended wird und dann stellt sich halt die Verdauung um.

00:04:46: Es ist im Grunde wie ein Alarmglocke, die angeht Und normale Vorgänge, die einfach so im Normal-Modus ablaufen werden halt einfach schneller oder auch unangenehmer.

00:04:57: Oder sogar schmerzhaft wahrgenommen und wenn wir Stress haben nimmt natürlich auch die Durchblutung im Verdauungsdruck ab.

00:05:03: ja alles alle Muskeln gehen auf Anspannungen und da kennt man ja auch der Bau fühlt sich vielleicht hart oder gepresst oder so an.

00:05:11: viele sagen dann das geht erst weg wenn ich mich mal entspannt, in Anführungsstrichen bewegen oder mich einfach mal flach hin lege und den Bauch einfach mal wieder bauch sein lasse.

00:05:22: Also vielleicht mal da rein atmen und so.

00:05:23: Sobald ich dann irgendwo noch sitze im wichtigen Termin und der Bauch ist durch eine Sitzhaltung vielleicht noch zusätzlich gepresst, versteckt sich das Ganze natürlich noch.

00:05:34: Das ist schon ein normaler Vorgang, den wir natürlich forcieren indem wir den Stress oder dem Stress nicht gezielt entgegenwirken, sondern das natürlich einfach wieder so kommen lassen und den Magen-Darm-Truck damit belasten.

00:05:51: So jetzt wollen wir ja nicht dass der Stress auf Magen und Darm schlägt!

00:05:54: Und jetzt haben wir die blöde Situation, dass wir natürlich unseren Alltagsstress nicht so einfach ausschalten können.

00:06:01: Das heißt... ...das ist wahrscheinlich eine Mischung aus, dass Wir Einstellungen ändern müssen, Dass wir vielleicht Dinge wie wir sie anpacken ändern müssen.

00:06:10: Es ist so eine Gemengelage, ne?

00:06:12: Genau.

00:06:13: Und es ist ja auch nicht so, dass ich sage jetzt mal nur der Stress der Übeltäter ist sondern vielleicht auch bedingt durch den Stress kommt ihr dann auch noch gerne sowas wie Schlafmangel dazu.

00:06:24: man isst natürlich unregelmäßig und falsch ist natürlich weniger Ballaststoffe mitunter oft im Stress ist man dann auch hastiger vielleicht kaut weniger Viele Menschen trinken dann Vermehrt, Kaffee oder auch Alkohol ist ja so ganz beliebt.

00:06:41: Und das Ganze fördert es ja, ist ja klar!

00:06:44: Das heißt wir müssen natürlich anders die Sache angehen.

00:06:47: Wir müssen schon darauf achten dass die Umstände, die so außen rum sind wenn wir wissen wir sind jemand der schnell Stress bekommt oder wir sind einfach diesem Stress oft ausgesetzt und müssen natürlich darauf achte dass wir dann entsprechend uns ernähren oder wenn das vielleicht auch für den einen oder anderen nicht möglich ist eben gezielt das Darmikropio mit guten Dingen füttern.

00:07:07: Ja, man muss natürlich erst mal wissen was sind gute Dinge und ich finde ja es ist dann auch wichtig sich das ganze Mal anzuschauen über eine Stuhlanalyse dass man wirklich guckt was fehlt da vielleicht sowieso schon?

00:07:18: Und das halt entsprechend ausgleicht und natürlich schauen dass man eben entsprechende Schlafhygiene hat und sich entsprechend bewegt.

00:07:28: wie immer eben Entzündungsprozesse sollte man natürlich nicht noch fördern sondern eben dem auch entgegenwirken, das kann man eben auch mit speziellen Mikronährstoffen tun.

00:07:39: Ja und solche Dinge?

00:07:41: Das heißt Mikro-Nährstoffe,

00:07:42: d.h.,

00:07:43: im Darmbereich da haben wir ja schon das ein oder andere Mal drüber gesprochen.

00:07:47: D.h.

00:07:48: da fehlt halt was sich irgendwelche wichtigen Bakterien zum Beispiel und solche Dingen können wir ja zuführen!

00:07:54: Ganz genau also wenn wir jetzt sehen ist überwiegend zb die Man sagt ja so umgangssprachliche schlechten Bakterien, weil sich die einfach viel zu sehr breit gemacht haben.

00:08:03: Dadurch dass die Gutbakterien eben nicht mehr so vorrangig vorhanden sind, dann müssen wir eben die, die da eigentlich hingehören wieder einnehmen, die wieder zufüttern.

00:08:12: Wir müssen gucken ist die Schleimhaut noch intakt?

00:08:15: Auch da kann man natürlich was tun, um die Schleihmaut wieder besser zu schützen.

00:08:20: Man kann natürlich bestimmte Nahrungsmittel zu sich nehmen, worauf man dann auch achten sollte es zum Beispiel Omega-Dreifetzsäure.

00:08:27: Das ist da ganz wichtig.

00:08:28: Aber man kann auf jeden Fall erst mal so eine Darmuntersuch, also eine Stuhlanalyse machen bei der man dann auch wirklich gezielt gucken kann das Filter eigentlich und es gibt ja auch gezielte individuelle Zusammenstellung dass man wirklich guckt dieses Darm Mikrobiom dieses und jenes Menschen dem fehlt das und das?

00:08:46: Ja und dann kann ich genau noch andere Symptome mit hinzunehmen und kann dann wirklich ein gezieltes Präparat Menschen erstellen lassen und das wird dann eben über eine bestimmte Dauer eingenommen.

00:08:59: Jetzt ist es ja so, das kann ich auch aus eigener Erfahrung sagen du merkst ja am Anfang erstmal gar nicht wo du so reintrudelst und es dauert so einen Moment dass du dann irgendwann merkst auch des ziebt.

00:09:11: und bei mir war sogar so ich hab's als normal hingenommen bis ich irgendwie mal festgestellt habe nee das geht auch weg und es ist überhaupt nicht normal.

00:09:20: Was können wir denn tun, damit wir nicht in den Stress reintrudeln oder zumindest mal rechtzeitig stoppen?

00:09:26: Also vor allen Dingen war die Wahrnehmung darauf.

00:09:28: Schulen wie du schon sagst viele Menschen nehmen das gar nicht wahr weil sie denken ja dann hab ich halt mal einen dünneren Stuhl und ich muss halt öfter auf Toilette.

00:09:36: aber es ist eben nicht unbedingt normal und man muss auch einfach auf die umliegenden Symptome achten sage ich mal vielleicht schlafe ich noch schlecht Oder man kann auch mal darauf achten, wie man so atmet im Alltag.

00:09:49: Das ist ja oft so, dass die Atmung dann nicht wirklich in den Bauch hineingeht oder man vielleicht nur so unvollständig ein- und ausatmet.

00:09:56: Dass vielleicht mal bewusst machen, während man mal draußen spazieren geht, da kann man das ganz gut machen oder wenn man abends im Bett liegt Und statt dem Krübel oder Gedankenkarussell kann man einfach auf seine Atmen achten Und wirklich mal die Hände auf den Bauch legen, mal wirklich tiefe Bauchatmungen einfach angehen und versuchen länger auszuatmen als ein zu atmen.

00:10:16: Ich finde da merkt man schon kann ich das überhaupt oder das war mir vorher gar nicht so bewusst?

00:10:21: Ich habe das nie gemacht.

00:10:22: aber jetzt wo ich das mal durchgeführt hab merk ich richtig dass sich eigentlich immer so unvollständig geatmet hat und es macht schon total viel aus.

00:10:29: und auch bewusster sein, also auch beim Essen.

00:10:32: Wir machen das heute ja leider oft so, dass wir während des Essens schon unsere Mails checken mit dem ein oder anderen hin- und herschreiben.

00:10:39: Ich will mich da gar nicht rausnehmen aber es ist halt leider diese Zeit in der wir gerade leben.

00:10:45: Dass wir meistens drei Sachen auf einmal machen, aber keine wirklich richtig.

00:10:50: Das sind alles Sachen oder Umstände die dann natürlich dazu führen, damit wir das einfach gar nicht mehr so gut beobachten können.

00:10:58: Das heißt im Prinzip einfach mal achtsam, das ist ein schönes Wort.

00:11:01: Aber einfach achtsamm sein vielleicht auch meine Pause einbauen und spätestens wenn der Blehbauch da ist heisst es besonders hinzuschauen.

00:11:11: Besonders hinschauen und vielleicht sogar auch mal Tagebuch führen dass man mal, das sage ich den Leuten auch immer schreiben sie doch einfach mal auf was sie gegessen haben nicht erst wenn's ihnen schlecht geht sondern generell mal so eine Woche.

00:11:21: Dann weiß man auch mal, gestern ging's mir schlecht.

00:11:24: Was hab ich denn davor gemacht oder gegessen?

00:11:26: Wie viel habe ich mich bewegt?

00:11:28: Wie viele Stress hatte ich?

00:11:29: Man kann da ja wirklich mit so einem einfachen System sich das aufzeichnen.

00:11:34: Ja dann ist es oft viel offensichtlicher.

00:11:37: Weil die Leute wissen das oft... Also das geht an ihr selber so und man weiß das dann oft gar nicht mehr.

00:11:41: Das hab' ich denn da gegessen Und manchmal ist es auch die Kombination.

00:11:44: Dann hab ich vielleicht doch vorher mal schnell irgendwie ein Stückchen gegessen oder so, da denkt man dann gar nicht mehr dran.

00:11:50: Aber diese Kombination mit dem Stress und dem Zucker, wenig Bewegung ... Das ist das schon oft.

00:11:55: Also, ich find, da kann man einfach mehr hinschauen.

00:11:58: Achtsammer mit sich selbst sein!

00:12:00: Ist sowieso ein gutes Stichwort.

00:12:11: Klar... Die im Podcast dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information.

00:12:18: Sie stellen keine Empfehlung oder Bewertung der Beschriebenen, oder erwähnten diagnostischen Methoden oder Behandlungen da und ersetzen keinesfalls die Beratungen durch Therapeuten.

00:12:28: Bitte wenden sie sich bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer an die Therapeutin oder den Therapeuten ihres Vertrauens!

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