Mikrobiom, Medikamente & individuelle Darmtherapie – Teil 2
Shownotes
In der Episode geht es um das faszinierende Zusammenspiel unseres Mikrobioms und die Frage, warum bestimmte Bakterien – allen voran Akkermansia muciniphila – für eine gesunde Darmschleimhaut unverzichtbar sind. Es wird erklärt, weshalb personalisierte Probiotika für viele Menschen eine entscheidende Rolle spielen und warum herkömmliche Präparate oft nicht ausreichen.
Außerdem erfährst du:
weshalb Probiotika immer langsam gesteigert werden sollten
wie sich die Kosten einer individuellen Mikrobiomtherapie realistisch einordnen lassen
warum Ernährung, Präbiotika und ein angepasster Lebensstil für den Behandlungserfolg entscheidend sind
welchen Einfluss Medikamente wie Antidepressiva, Statine oder Antibiotika auf die Darmflora haben
in welchen Fällen personalisierte Mikrobiomtherapie besonders hilfreich sein kann – z. B. bei Autoimmunerkrankungen, hormonellen Dysbalancen, ADS, Post-Covid oder unerklärlicher Gewichtszunahme
Die Episode zeigt, wie Betroffene ihre Fortschritte selbst wahrnehmen können, wann eine erneute Analyse sinnvoll ist und unter welchen Bedingungen der Körper wieder zu einem stabilen Gleichgewicht findet.
Transkript anzeigen
00:00:03: Vorsicht!
00:00:05: Ansteckende Gesundheit!
00:00:06: Der Podcast von und mit Natalie Baranauskas.
00:00:11: Heute im Podcast der zweite Teil des Gesprächs rund um das Mikrobiomcenter, rund um unsere Darmgesundheit und all die Bakterien, die dort aktiv sind.
00:00:24: Diese ganzen Namen, also dafür bewunder ich euch ja immer alle, die habt ihr alle drauf, diese ganzen Bakterien, wer was wie mag.
00:00:32: Das sind in der Zwischenzeit meine Arbeitskollegen, den muss ich ja kennen.
00:00:38: Erkennen, bekämpfen oder mitreißen.
00:00:42: Was fehlt am meisten?
00:00:43: Oder gibt es da keinen Favoriten?
00:00:45: Also die meisten Patienten haben zu wenig.
00:00:47: Akamansia, Mozini, viele.
00:00:50: Der ist tatsächlich für die Schleim, die muss man sich, muss man sich vorstellen wie eine Kuh, der geht über die Schleimpound und frisst im Prinzip den Mukos ab.
00:01:01: Und das braucht man tatsächlich, um den Biofilm immer wieder neu zu bilden.
00:01:08: Man bildet zum Beispiel am Tag, fünfzehn Liter Mukos, also Schleimen im Daumen.
00:01:15: Und der wird natürlich auch wieder reserviert.
00:01:18: Und somit hat man eigentlich so ein, ich sag mal, ein lebendes System.
00:01:23: Jetzt gibt
00:01:24: es ja Probiotika.
00:01:26: Ich kann in die Apotheke geben und kriege irgendwie verschiedene Mischungen.
00:01:29: Die kosten jetzt dann irgendwie die Monatspackung, dreißig Euro.
00:01:32: Ich glaube, wir haben ein bisschen schon rausgearbeitet, was der Unterschied ist.
00:01:37: Aber ich glaube, wir sollten trotzdem mal so ein bisschen diese Budgetfrage durchaus schon mal klären, immer auch mit dem Zusatz.
00:01:44: Ja, für was geben wir alles Geld aus und was ist die Gesundheit wert, ne?
00:01:48: Also es ist so, dass eine ein Monatspackung, wobei man sagen muss, das muss man wissen, man kann nicht mit voller Dosis einsteigen, sonst endet man als Heißluftballon.
00:02:02: Man beginnt mit einer Messerspitze, vor allem bei sensitiven Patienten und steigert das langsam morgens und abends und dann zwei Messerspitzen und drei Messerspitzen und dann kann man mit halben Teelöffeln weitermachen.
00:02:18: bis man dann, also meiner kleinen Wenigkeit, ich empfehle immer morgens und abends ein Teelöffel und das reicht völlig aus.
00:02:27: Dann hält ... Die vorgeschlagene zwei Monatspackung, drei bis vier Monate, also dreieinhalb Monate, das ist tatsächlich eine lange Zeit.
00:02:38: Kostenpunkt ist dreihundertzwei Euro mit Mehrwertsteuer.
00:02:42: Das ist natürlich keine Kleinigkeit.
00:02:45: Also das gebe ich schon zu Bedenken.
00:02:47: Aber man muss auch sagen, es sind neunhundert Gramm Probiotika.
00:02:52: Also schon alleine von der Menge.
00:02:54: Und jetzt muss man aber noch wissen, da können Sonder-Aprobioticavi zum Beispiel der Akamansia mocinifila dabei sein.
00:03:03: Der kostet schon im Einkaufprogramm zehn Euro Programm.
00:03:10: Und sie können in so eine Mischung, können sie zehn, fünfzehn, zwanzig, dreißig Gramm reinmachen.
00:03:18: Das steht ihnen frei.
00:03:20: Und dann haben sie eigentlich schon alleine von dieser Seite her, hätten sie schon den Preis dann generiert.
00:03:28: Und diese Mischung ist dann für, was ist das?
00:03:31: Wenn es meine ist, die ist dann nur für mich abgestimmt.
00:03:33: Personalisiert auf sie mit ihren Beschwerden, mit ihrem Mikrobiomefund.
00:03:40: Das passt tatsächlich.
00:03:42: Das ist wie ein Fingerabdruck.
00:03:43: Das passt nur zu ihnen.
00:03:45: Natalie,
00:03:46: wenn das Thema wird, mich würde interessieren, wie reagieren denn die Menschen darauf?
00:03:51: Wenn sie es einnehmen?
00:03:52: Nee, also tatsächlich schon, tatsächlich erst mal auf den Anfang, dass es dann wirklich so was Individuelles ist.
00:03:59: Ich sag mal, wenn die schon so einen langen Leibensweg haben, meistens haben die ja schon sogar eine Stunde Untersuchung irgendwo anders machen lassen.
00:04:05: Oder die haben ja schon, die kommen ja mit Autoimmunerkrankungen oder so krassen Sachen auch teilweise.
00:04:10: Und dann sagen die, das ist mir jetzt total egal.
00:04:12: Sie müssen mir jetzt helfen, ich mach das jetzt.
00:04:14: Jetzt hab ich schon so viel Geld ausgegeben, das mach ich jetzt auch noch.
00:04:17: Also ich erlebe das so.
00:04:19: Das ist eigentlich selten, dass das Leute sind, die das nicht können.
00:04:22: Das hört sich vielleicht so abgehoben an.
00:04:24: Aber die, die das nicht können, die machen ja auch nicht die Mikropiomanalyse.
00:04:28: Also wenn einer Mikropiomanalyse macht, das sage ich auch.
00:04:32: Ansonsten macht man einfach nur einen gewöhnlichen Stuhltest.
00:04:34: Das kann man natürlich auch machen.
00:04:35: Aber wie die Ingrid es schon sagt, selbst wenn jetzt jemand kommt und macht nur einen gewöhnlichen Stuhltest, also einen gewöhnlichen Stuhltest, damit meine ich einfach eine Flora-Bestimmung, dass man die Bakterien sieht.
00:04:45: Den pH-Bett sieht man da auch.
00:04:47: Und dann sieht man vielleicht noch die Entzündungsmarke und so was.
00:04:50: Aber
00:04:51: dann muss ich ja auch ein Mittel, also eine Probiotiker hernehmen.
00:04:55: Das kostet ja für einen Monat auch mal so grob.
00:04:57: Wenn es ein gutes ist, mindestens sechzig, wenn nicht achtzig Euro, da habe ich aber noch nichts für die Schleimhaut getan.
00:05:04: Also im Endeffekt komme ich aufs Gleiche raus.
00:05:06: Das merken die dann oft gar nicht.
00:05:08: Erst wenn man ihnen das mal so vorrechnet und sagt, gucken sie doch mal, jetzt haben sie dieses Wichst- oder Y-Produkt gekauft, das hat es gekostet, können wir jetzt mal gegenüberstellen.
00:05:15: Manchmal hat man dann vielleicht vierzig Euro gespart.
00:05:18: Aber das ist ja so individuell, das hat man ja mit dem anderen Produkt gar nicht.
00:05:25: ob ich jetzt eine Autoimmunerkrankung habe oder nicht, das interessiert ja das andere Produkt nicht.
00:05:28: Das ist ein Nullachtfünfzehn-Produkt.
00:05:31: Muss ja nicht ein schlechtes sein, aber das kann das ja überhaupt nicht auflegen.
00:05:35: Das kann ja nicht, kann ich gar nicht vergleichen.
00:05:37: Von daher sage ich immer, was wollen Sie erreichen?
00:05:40: Wollen Sie ja wieder einen gesunden Darm bekommen?
00:05:44: Das heißt auch nicht, dass ich nach den zwei Monaten oder dreieinhalb, wie du sagst, Ingrid aufhöre.
00:05:48: Ich sag dann oft, es kann sein, dass Sie das vielleicht noch weiter nehmen.
00:05:50: Das merken Sie spätestens dann, wenn es Ihnen wieder schlechter geht.
00:05:54: dann macht man entweder wieder eine Bestimmung, vielleicht auch ein kleineren Ausmaß, oder man sagt einfach, okay, ich bestelle mir das Produkt nach und nehme das zum Beispiel nur jeden zweiten Tag oder nehme davon nur einen Viertelteelöffel und damit komme ich über die Runden.
00:06:07: Damit mache ich ja auf keinen Fall was falsch, weil im Endeffekt, ich muss das Milieu ändern, sonst kann ich die Krankheit nicht in Griff kriegen.
00:06:13: Und was ich immer sehe, ist, dass die, also wirklich alle durch die Bank weg haben zu hohen pH-Wert.
00:06:20: Und dann fühlen sich halt die vollen Keime prügelwohl.
00:06:23: Und die anderen werden, wie du es so schön gesagt hast, ninjamäßig verdrängt.
00:06:28: Und dann ist klar, was die Überhand nimmt.
00:06:30: Dann kann es eigentlich gut gehen.
00:06:31: Also ich finde, man muss einfach abwägen.
00:06:34: Was kann ich damit erreichen?
00:06:35: Was will ich erreichen?
00:06:36: Und bin ich dazu bereit?
00:06:37: Ich sag auch oft den Leuten, wenn sie sagen, aber das kostet aber so viel.
00:06:42: Das ist was ein und manche sagen auch, ach, ich nenne doch schon so viel.
00:06:45: Dann sag ich ja, wollen sie gesund werden?
00:06:46: Oder also, warum ist man hier?
00:06:48: Warum will man das machen?
00:06:49: Man hat ja irgendeine Not.
00:06:51: Und irgendwie muss man ja daraus kommen.
00:06:52: Also es gibt ja da nicht so viele Möglichkeiten, die irgendwie zu dem guten Weg führen.
00:06:57: In der Regel hat er erarbeitet, ja.
00:06:59: Den Begriff der Zustand.
00:07:00: Jetzt glaube ich, aber das ist ja nicht nur, also das jetzt, jetzt reden wir über die Behandlungsform, über die tollen Möglichkeiten, die es gibt.
00:07:07: Aber ich denke, Das ist immer halt, das schwingt ja hier auf dem Podcast mit.
00:07:11: Es bedeutet aber auch, ich muss natürlich in meiner Lebensweise wahrscheinlich etwas ändern, weil es bringt ja natürlich nichts, wenn ich die besten Sachen einnehme.
00:07:19: Ich aber von meiner Ernährung und anderen Dingen das Milieu schaffe, dass letztendlich die gar keine Chance auf Dauer haben.
00:07:25: Ja, dann sind wir wieder bei den Präbiotika oder eben nicht.
00:07:29: Also die Präbiotika und die Probiotika, wie Ingrid vorhin auch schon so gesagt hat.
00:07:33: Die gehen ja auch miteinander oder ineinander über, die helfen beide dazu.
00:07:38: Und wenn ich jetzt das super gute Produkt einnehme, Futter, aber dann weiter meine Fettigprodukte und meine Transfette und schlechten Öle und auch sonst nicht besonders gesund, dann haben ja meine ganzen Bakterien, die ich vielleicht mühsam aufbaue, kein Futter.
00:07:54: Also ich muss ja schauen, dass ich ausreichend Ballaststoffe zu mir nehme, dass ich gesunde Öle esse, viel Gemüse.
00:08:01: und eben bestimmte Dinge dann meide.
00:08:03: Also da muss man dann auch, ja, ich sag mal, vielleicht Aufklärungsarbeit leisten, einfach sagen, ja, gut, sie müssen jetzt weitest gehen auf, sie sollten weitest gehen auf Zuckere verzichten, sie sollten weitest gehen auf Alkohol verzichten, die Transfette nicht zu sich nehmen, möglichst viele Ballaststoffe essen, weil langfristig macht das uns ja wieder die ganzen Gefäße kaputt, wir entwickeln Autoimmunerkrankungen und, und, und, also das, da könnte man endlos im Endeffekt überreden.
00:08:31: Wenn ich selber nur Mister oben reinschiebe, dann kann natürlich auch nichts gescheites unten rauskommen.
00:08:36: Dann
00:08:37: eine Frage an euch beide, der Idealzustand.
00:08:39: Das heißt, ich verändere jetzt meine ganze Ernährungsweise.
00:08:43: Ich gucke, dass da alles gut läuft.
00:08:45: Das heißt, ich nehme das dann für eine gewisse Dauer ein und dann kann ich aus eigener Kraft wieder in das richtige Milieu kommen.
00:08:52: durch aus, ja?
00:08:54: Also wenn ich anpasse, wenn ich anpasse und dann mal, also entweder macht man dann noch mal eine Mikrobiomanalyse und das Ganze zu überprüfen, aber ich sage immer der wichtigste Marker.
00:09:04: ist eigentlich der Patient, der mir gegenüber setzt, selber, also mit seinen Symptomen, die er eben dann hat oder nicht mehr hat und das Wohlbefinden und auch wieder die Energie.
00:09:12: Also viele sind ja total erschöpft und wundern sich und fragen sich, was hat das mit meinem Damen zu tun?
00:09:17: Also das sind alles so Sachen für mich, die wichtig sind, wenn ich dann sage, also ich habe es jetzt hier chronologisch aufgenommen, sie haben mir gesagt, sie schlafen schlecht, sie sind tagsüber erschöpft, sie können sich nicht konzentrieren und und und und und, und dann gehe ich diese Symptome durch.
00:09:30: und wenn das alles auf einem anderen Status ist als am Anfang, dann ... Brauche ich ja schon fast keine Analyse mehr machen, ja.
00:09:37: Also viele wollen das, die sagen, ich möchte es aber gerne sehen, dann sage ich, ja, dann machen wir das, kein Problem.
00:09:43: Und ansonsten kann ich, wie ich vorhin schon erzählt habe, natürlich reduzieren.
00:09:47: Ich kann versuchen, das dann einfach mal auszuschleichen, kann es auch mal ganz weglassen, schauen, wie geht es mir damit.
00:09:52: Ja, kann ja sein, das ist dann auch super tipi-topi ist, wenn ich mich gut ernähre, weil mein Körper dann einfach wieder auf einem guten Status ist und ich genügend... wertvolle Präbiotika nach Schaufel, damit die Bakterien sich wieder wohlfühlen und auch mein Milieu wiederpasst.
00:10:09: Das kann schon sein, aber es kommt immer auch drauf an, mit welchen Erkrankungen jemand kommt.
00:10:14: Schwieriger wird es natürlich, wenn jetzt jemand grunscher Erkrankungen kommt, also auch grunscher Darmerkrankungen oder andere Autoimmonerkrankungen, gibt es ja zahlreiche.
00:10:24: Also da würde ich nochmal einen Unterschied machen.
00:10:26: Da würde ich einfach sagen, da muss man genauer hinschauen, was herrscht davor.
00:10:31: Aber muss ich nicht gerade dann besonders drauf achten?
00:10:35: Genau, dann muss ich besonders drauf achten.
00:10:36: Da kann es halt echt sein, dass man immer mal wieder was tun muss, zusätzlich zu der gesunden Ernährung, weil der Körper das aus eigener Stücken auch mit der bereitgestellten Nahrung mich alleine schafft.
00:10:46: Das kann schon sein.
00:10:47: Muss man auch sehen, wie weit ist der Darm schon geschädigt.
00:10:51: Funktioniert es einfach wieder, den so hinzukriegen, wie er sein sollte.
00:10:55: Ja,
00:10:55: und dann kommen natürlich in der heutigen Zeit auch ... unzählige Patienten zu uns, die letztendlich unglaublich viele Medikamente nehmen.
00:11:07: Wir haben zum Beispiel festgestellt, dass besonders antidepressiv war.
00:11:12: auch die Bakterien ganz, ganz, ganz arg negativ beeinflussen und die sich dann einfach nicht mehr teilen können, nicht mehr in einem gesunden Maß, also vor allem die Guten sich nicht mehr richtig erholen und dass das tatsächlich auch noch eine Abwärtsspirale dann auch hinzufügt.
00:11:33: Also das ist verrückt, dass Medikamente da immer außen vorgelassen werden, aber auch Diabetesmittel.
00:11:41: Psychopharmakas sowieso, Antibiotika, aber auch andere Medikamente.
00:11:47: Statine sind das pure Gift für den Darm, weil es eben die ganzen Fette bindet und somit eben gar keine gesunden Fette auch mehr aufgenommen werden können.
00:12:00: Und das spielt tatsächlich für die Gesundheit auch vor allem, dass wir wieder beim Gehirn.
00:12:06: Gemüt für insgesamt für die Gesundheit des Menschen.
00:12:10: Und wenn man sich das alles vorstellt, dann wird einem dann schon ein bisschen schwindelig, dass die heutige Medizin zwar viel kann.
00:12:18: Also da bin ich tatsächlich sehr froh darüber, dass man mit RNA den Analysen eben die Bakterien bestimmen kann.
00:12:26: Aber dass man letztendlich noch nicht genügend weiß, über die Beeinflussung von Medikamente eben auf den gesamten Organismus und seinen Mitbewohnern.
00:12:38: Jetzt haben wir hier aber auch die Situation jetzt so Dauermedikamente.
00:12:41: Das ist wahrscheinlich noch noch was ganz Spezielles.
00:12:44: Aber was ich hatte ich in diesem Jahr auch schon.
00:12:46: Ich habe eine Verletzung.
00:12:47: Die Verletzung ist so ernsthaft, dass tatsächlich Antibiotika ins Spiel kommt.
00:12:52: Dann mache ich ja alles, was ich mir erarbeitet habe, innerhalb kürzester Zeit kaputt.
00:12:57: So könnte man das meinen, theoretisch.
00:13:00: Aber wenn sie jetzt zum Beispiel parallel zum Antibiotika, Antibiotikum sagt man auch, wenn es singuläre Geschichte ist, gleich eben ein Probiotikum nehmen.
00:13:16: Das muss tatsächlich kein personalisiertes Mikrobiotherapie sein, sondern einfach ein Standardprodukt.
00:13:24: haben sie schon.
00:13:26: Ein bisschen Prävention geleistet, dass eben die Eskalation in ihrem Körper gar nicht so stattfindet.
00:13:33: Und wäre das sinnvoll auch das Personalisierte auch gleich zu nehmen?
00:13:38: oder macht das keinen Sinn?
00:13:40: Ja, so schnell kriegen sie das Personalisierte jetzt auch nicht.
00:13:45: Du gehst jetzt von einem Patient, aus der jetzt ein Antibiotikum nimmt, aber vielleicht ja auch noch gar keine Mikrobiomanalyse gemacht hat.
00:13:51: Dann kann man ja schnell agieren, wie ihn Gritz sagt.
00:13:54: Also ich sage das auch immer so, dann nehmen Sie, wenn es jetzt ja nicht anders geht und Gottes Willen, dann das Antibiotikum und im Abstand von zwei Stunden Ihr Probiotikum.
00:14:02: Damit Sie da möglichst viel abfangen, einfach für den Darm.
00:14:06: Weil der Darm wird ja sonst blank geputzt.
00:14:08: Und nachher viele sagen dann in der Apotheke, ich war in der Apotheke und die haben gesagt, nein, nein, machen Sie das jetzt noch nicht, machen Sie erst mal Ihre antibiotische Kur, dann sage ich immer, was ein Quatsch, man kann doch sofort anfangen.
00:14:19: Natürlich nicht zum gleichen Zeitpunkt, aber man kann doch im Abstand von zwei Stunden, zweimal täglich auch sein Probiotikum nehmen.
00:14:26: Da kann man natürlich auch ein, ich sag mal, gewöhnliches hernehmen, gute Qualität.
00:14:31: So, dass man nicht unbedingt schon jetzt, da kann man jetzt gar nicht mit der Mikrobiomanalyse daherkommen.
00:14:37: Aber da kann man schon viel abfangen.
00:14:39: Ich sag's nur, weil irgendwie hab ich den Eindruck, dass diese Mittel eingesetzt werden wie Lutschbombons manchmal.
00:14:47: Leider, ja.
00:14:49: Ich bin eigentlich fast durch jetzt mit dir, muss ich sagen, oder?
00:14:51: Natalie,
00:14:52: fehlt noch was?
00:14:53: Vielleicht noch die Indikationen, wo du's anwendest, Natalie.
00:14:57: Wann, wann, in welchen Fällen hat sich deine Mikrobiomtherapie besonders bewährt?
00:15:05: Also da habe ich tatsächlich Vielfältige jetzt schon, obwohl ich ja nie gesagt noch nicht so lange da mit dem Mikrobiomcenter zusammen arbeite.
00:15:12: Ich habe das ja vielleicht ein Dreivierteljahr oder so, kenne ich das jetzt.
00:15:17: Und vielfältig deshalb, weil ich hatte schon Patienten, die haben gesagt, ich kann einfach nicht abnehmen.
00:15:21: Also ich kann machen, was ich will, ich nehme nicht ab.
00:15:24: Also das ist vielleicht auch noch mal wichtig zu sagen, dass das eine ganz große Rolle spielt mit den Damenbakterien, die eben vorherrschen oder eben fehlen, dass es einen Einfluss hat, dass es wirklich zum Stagnieren bringen kann, dass du da nicht richtig abnehmen kannst.
00:15:37: Da gibt es eben auch wieder spezielle, die dafür zuständig sind.
00:15:40: Das wissen viele nicht.
00:15:42: Und dass man dann über diese Mikrobiomanalyse wirklich den Leuten auch ein individuelles Präparat sozusagen zur Verfügung stellen kann, damit sie dann mal von ihrem Gewicht runterkommen.
00:15:53: Also das ist was, wo ich es eingesetzt habe.
00:15:56: Natürlich im Hinblick auf meine Hormongeschichten, wie ich vorhin gesagt habe, wenn man wirklich nicht weiterkommt, also trotzdem man da mit bioidentischen Hormonen arbeitet, sich nicht viel tut, da muss man natürlich gucken, wo liegt da der Rundbegraben, wo ist das weitere Problem?
00:16:11: und dann kommt bei mir mal als erstes so bling-bling, da ist der Darm vermutlich nicht in Ordnung.
00:16:15: Und wenn das dann Leute sind, die schon sagen, ich habe immer Abendsblähungen oder ich habe so schlechte Verdauung, ich kann nur jeden dritten Tag auf Toilette gehen.
00:16:23: Was für viele total normal ist, also für mich ist das gar nicht normal.
00:16:27: Ich denke immer, da kann man sich einfach gar nicht wohlfühlen normalerweise, wenn man nur jeden dritten Tag auf Toilette geht.
00:16:31: Aber wenn man es nicht anders kennt, dann ist es vermutlich normal.
00:16:36: Solche Dinge, dann hatte ich auch schon Kinder.
00:16:39: Also mit dem ADS, das fand ich übrigens sehr spannend, dass du es vorhin noch mal gesagt hast.
00:16:43: Aber ja, es sind ja auch so Problemfälle, vielleicht so Kinder, die zwar gestillt werden, aber zum Beispiel mit Kaiserschnitt auf die Welt kamen.
00:16:52: Die haben zum Beispiel nicht so ein Mikrobiom, vielleicht wie ein Kind, was eben auf natürlichen Wege geboren wurde.
00:16:59: Das ist schon auch ein Thema und also ganz vielfältig.
00:17:03: Viele allergische Sachen haben natürlich auch mit dem Darm zu tun und natürlich Autorimmunerkrankungen.
00:17:08: Also da hab ich immer wieder.
00:17:11: Autoimmunerkrankung von Hashimoto über Colitis ulcerosa, Morbuskronen, also gerade auch diese Darmgeschichten, ganz viele Sachen.
00:17:21: Und ich finde auch nach dieser ganzen Covid-Welle, sowohl mit als auch ohne Impfung, haben wir auch viel mehr Probleme gekriegt.
00:17:30: Also was das Immunsystem angeht sowieso, aber auch viele chronische Erkrankungen, viele Frauen, die ständig wieder Kerne haben, Wegsinfekte haben, Probleme haben mit der Menstruation, mit dem Darm und Männer natürlich auch.
00:17:43: Also weitgehend durch Corona bedingt, würde ich sagen.
00:17:48: Also das ist mir aufgefallen in der Praxis.
00:17:51: Ja, tatsächlich ist es so, dass ich momentan auch in der Schweiz ... Ein Zentrum betreut die Post-Covid-Kinder betreuen.
00:18:01: Und die machen auch personalisierte Mikrobiomtherapie.
00:18:05: Und das sind zum Teil betlägerische Kinder wieder auf die Beine gekommen.
00:18:10: Also das sieht man mal, was das Mikrobiom auch für eine Auswirkung hat auf das Immunsystem, auf die Gesundheit an sich.
00:18:21: Und wie viel Wohlbefinden da auch drinstecken kann.
00:18:24: Das hatte ich tatsächlich nicht vermöglich gehalten.
00:18:28: Aber da war ein Junge, der war schon vier Jahre nur im Bett gelegen, konnte vielleicht zehn Minuten am Stück sich unterhalten und ist dann in Tiefschlaf gefallen, vor lauter Anstrengung.
00:18:40: Und er geht heute nach einem Dreivierteljahr jetzt wieder in die Schule für vier Stunden.
00:18:47: Und da sind wir alle unglaublich froh, dass das überhaupt möglich ist.
00:18:52: Und da hätte ich, hätte man mich gefragt, ist das möglich, bevor ich diese Fälle gesehen habe, hätte ich gesagt, nee.
00:19:01: Und tatsächlich hat das unglaublichen Nähkraft vom Bauch raus eben auch vielleicht die Nährstoffe das Immunsystem zu modulieren.
00:19:12: Also tatsächlich glaube ich, da steckt viel Kraft dahinter, die man auch nutzen kann.
00:19:19: Absolut und es wird doch immer noch unterschätzt, ja.
00:19:21: Also der Darm, alles was so innen liegend ist, was man von außen nicht sieht, wird einfach unterschätzt, finde ich.
00:19:27: Also was dafür eine immense Kraft dahinter steht und für eine Auswirkung schon allein aufs Gehirn, auch das wissen viele einfach noch nicht.
00:19:33: Und ich finde, das muss viel mehr in die Welt getragen werden.
00:19:36: Wenn man das mal erkennt, wie wichtig das ist, dann kann man viel mehr herleiten und viel mehr kombinieren und rausfinden, was mit was zusammenhängt und kann irgendwie viel besser therapieren.
00:19:49: Ja,
00:19:50: dafür war heute der Podcast auch da.
00:19:54: Sehr schön.
00:19:55: Vielen Dank, Natalie, dass ich eingeladen worden bin.
00:19:58: Und ja, wir sehen uns sicher wieder.
00:20:02: Auf jeden Fall.
00:20:03: Vorsicht!
00:20:04: Ansteckende Gesundheit.
00:20:06: Der Podcast für ein gesundes Leben von und mit Natalie Baranauskas.
00:20:11: Die im Podcast dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information.
00:20:17: Sie stellen keine Empfehlung oder Bewertung der Beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden oder Behandlungen dar und ersetzen keinesfalls die Beratung durch Therapeuten.
00:20:27: Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer an die Therapeutin oder den Therapeuten ihres Vertrauens.
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