Raus aus dem Winterblues
Shownotes
Die dunklen Monate schlagen dir aufs Gemüt? Du bist müde, antriebslos, ziehst dich zurück und hast ständig Lust auf Süßes? Dann bist du nicht allein – und vor allem nicht „einfach nur schlecht drauf“.
In dieser Episode von „Vorsicht! Ansteckende Gesundheit“ spricht Nathalie Baranauskas darüber, was wirklich hinter dem Winterblues steckt: Lichtmangel, hormonelle Veränderungen und ein Nervensystem im Energiesparmodus. Nathalie erklärt verständlich, warum Serotonin, Dopamin und Vitamin D im Winter eine so große Rolle spielen – und weshalb viele Beschwerden nichts mit fehlender Motivation zu tun haben.
Du erfährst,
welche typischen Symptome auf Winterblues hinweisen,
warum Bewegung und Tageslicht echte Gamechanger sind,
wie du mit einfachen Routinen, Ernährung und Lichttherapie gegensteuern kannst
und wann es sinnvoll ist, Hormone und Vitamin-D-Werte überprüfen zu lassen.
Eine alltagstaugliche, ehrliche Folge mit vielen praktischen Impulsen, die dir helfen, wieder mehr Energie, Klarheit und gute Stimmung in den Winter zu bringen.
🎧 Reinhören lohnt sich – für mehr Licht, innen wie außen.
Transkript anzeigen
00:00:02: Vorsicht!
00:00:03: Ansteckende Gesundheit.
00:00:05: Der Podcast von und mit Natalie Baranauskas.
00:00:11: Das war mal ein Winter dieses Jahr und jetzt hast du den tollen Titel heute gefunden, raus aus dem Winterblues.
00:00:18: Ich weiß gar nicht, was das ist.
00:00:21: Ja, also Winterblues ist ja nichts, was man hat, weil man so eine Null-Bock-Einstellung hat, sondern es ist praktisch eine Reaktion deines Nervensystems auf Lichtmangel.
00:00:31: Also ein Stimmungstief, eigentlich, das entsteht durch Lichtmangel.
00:00:34: Was wir in den dunkleren Monaten haben, es wird früh dunkel.
00:00:38: Wenn du aufstehst, ist es oft auch noch dunkel.
00:00:40: Also so langsam geht es ja wieder, finde ich.
00:00:42: Bei uns hat es geschneit.
00:00:44: Es ist jetzt gerade sowieso ein bisschen länger hell, auch durch das weiße, aber es kann den ein oder anderen schon irgendwie in so einen Stimmungstief bringen.
00:00:52: Also ist natürlich problematisch, wenn du deinen Tag nicht einteilen kannst, weil ich kenne sogar Menschen, die ändern ihre Geschäftszeiten im Winter.
00:01:00: Ja, die passen das einfach an.
00:01:02: Die einfach sagen, ich will mittags raus und dann mache ich einfach mal zu und dafür habe ich halt was, was ich abends eine Stunde länger auf.
00:01:10: Ja, so wie in Südländer.
00:01:12: Ja, im Prinzip nur umgekehrt, genau.
00:01:13: Ja, genau.
00:01:14: Ja,
00:01:15: ich erzähl mal, was man so hat, wenn man Winter bloß hat.
00:01:18: Ja.
00:01:18: Also man ist vor allen Dingen müde und antriebslos, vielleicht auch erschöpft.
00:01:23: Man ist einfach weniger draußen, was auch schon ein fataler Fehler ist im Grunde.
00:01:28: Also weniger draußen und nicht nur weniger draußen an sich, sondern man hat tatsächlich auch weniger soziale Kontakte, weil man halt auch so antriebslos ist, zieht sich eher zurück, schläft einfach mehr.
00:01:40: Vielleicht auch ein bisschen in der Gemütslage.
00:01:43: Es hat so ein bisschen gedrückte Stimmung.
00:01:46: Und was noch dazukommt, oft Heißfunger, vor allen Dingen auf Süßes, wie soll es anders sein, damit das Ganze noch ein bisschen träger.
00:01:54: Und was ich ja wieder mit meiner Hormongeschichte, die ich ja täglich auch in der Praxis so habe, interessant finde, ist ja, dass es in den dunkleren und kälteren Monaten auch eine gedrosseltere Hormonbildung gibt.
00:02:08: Im Grunde sind es ja auch oft genau diese Symptome, also weniger ... Antrieb, Müdigkeit, Schlafbedürfnis und so.
00:02:17: Wir bilden auch weniger Serotonin, also unseren Stimmungsauffällern und unser Motivationsformon, das Dopamin, das entsteht eben.
00:02:26: Also es passiert halt einfach, weil wir dieses reduzierte Tageslicht haben und das Ganze eben sicher leider auch ein paar Monate hinzieht.
00:02:33: Auch das Testosteron bei Männern sinkt im Winter aufgrund natürlich von dem Vitamin D-Mangel.
00:02:39: Da haben wir wieder diesen Mangel an Licht, an Sonne.
00:02:42: Deswegen sollte man ja auch dringend Vitamin D über die kalten Monate, wenn man es nicht ohnehin das ganze Jahr lang macht.
00:02:48: Spätestens dann sollte man Vitamin D substituieren.
00:02:52: Und auch die anderen Hormone werden auch tatsächlich weniger gebildet.
00:02:56: Also von daher hat man die Symptome vielleicht im Doppelpack.
00:02:59: Und es ist bei Leuten, die einen Hormonmangel haben, definitiv noch schlimmer im Winter bloß.
00:03:04: Was machen die denn?
00:03:05: Weil wir können ja die Lichtverhältnisse im Winter bei uns nur schwer verändern.
00:03:10: Das stimmt, ja.
00:03:11: Also wir wollen ja raus aus dem Winter bloß und das ist wörtlich zu verstehen.
00:03:15: Also wir sollten morgens schon im besten Falle, wenn nämlich schon, also wir haben ja sowieso so Tage, ne?
00:03:20: Alles ist grau in grau, aber wenn es morgens schon, wenn wir von hell sprechen können, zumindest noch am hellsten ist, da sollte man rausgehen, auch wenn man nicht unbedingt Lust hat, weil man ja dann so antriebslos ist.
00:03:31: Wenigstens so eine halbe Stunde sollte man rausgehen, einen flotten Spaziergang an der frischen Luft machen, gut eingepackt und einfach dieses Licht aufsaugen.
00:03:40: Man kann natürlich sich auch ein bisschen helfen, indem man zum Beispiel so eine Lichttherapie-Lampe hat, die man immer mal, wenn man am Schreibtisch sitzt, zum Beispiel anmacht, um eben dieser saisonalen, ich nenn's mal, Depressionen entgegenzuwirken.
00:03:54: An der Stelle möchte ich schon mal ein bisschen tiesern.
00:03:57: Da müssen wir nämlich auch noch mal darüber sprechen.
00:03:59: Wir werden darüber ein Podcast machen, Volker.
00:04:02: Ich habe nämlich dann in meiner Praxis gerade zum Thema Lichttherapie demnächst was Neues.
00:04:08: Ja, also.
00:04:10: Die Zellen, weißt du ja, kann man bei mir in der Praxis ohnehin schon aufladen mit Nikrostrom oder Auftanken, aber dann kommt noch ein bisschen was dazu.
00:04:17: Aber will ich ja jetzt auch nicht zu viel verraten.
00:04:20: Dann sind wir gespannt.
00:04:23: Ja, also man sollte sich so eine Art Tagesstruktur machen, also feste Zeiten nehmen, dass man sagt, ja, ich stehe um so und so viel Uhr auf und dann gehe ich eben raus an die Natur und laufe eine halbe Stunde.
00:04:34: Es sollte also diese Bewegung immer fest mit in den Tages ... Ablauf einbringen.
00:04:39: Auch feste Schlafenszeiten wären natürlich super.
00:04:42: Gelingt mir leider auch nicht so ganz, aber das wirkt dem eben entgegen.
00:04:46: Ich meine jetzt auch speziell bei den Leuten, die diesen Winter bloß haben.
00:04:50: Ansonsten natürlich auch gerne andere tägliche Bewegungen, also Yoga oder, ja, von mir ist auch auf dem Home Trainer oder im Fitnessstudio oder was einem so einfällt.
00:05:00: Man kann ja auch zu Hause irgendwelche Bewegungsübungen machen, die einem sicher gut tun, um daraus zu kommen.
00:05:06: Weil all das reduziert ja unsere Stressformone und hebt unser Serotonin wieder an.
00:05:11: Also dieses Gegrübelbett dadurch durchbrochen sozusagen.
00:05:16: Dann sollte man natürlich andere Lichtblicke in Anführungsstrichen klaren, also vielleicht ein bis zweimal pro Woche irgendwas unternehmen, worauf man sich so richtig freut, ob das irgendwie ein Treffen ist mit Freunden, irgendeinen Kaffee trinken oder irgendein Hobby nachgehen.
00:05:29: Sowas sollte man nicht vernachlässigen, ganz wichtig, aber das ist halt leider das, was genau passiert, dass die Leute dann in dieser Stimmungslage sind und dann irgendwie immer weniger tun.
00:05:41: Sachen einfach, die man ... Wenn man abwegt, ja, könnte ich die jetzt zu Fuß machen oder mit dem Rad statt das Auto zu nehmen.
00:05:48: Sowas könnte man natürlich einfach bewusst mit den Alltag integrieren und vor allen Dingen abends die Bildschirmzeiten kurz vorm Schlafen auf jeden Fall.
00:05:57: Also so eine Stunde vorm Schlafen sollte man die auf jeden Fall reduzieren, damit man da auch... jetzt nicht abends dann noch in diesen Modus gerät und dann vielleicht nicht schlafen kann.
00:06:06: Das wäre ja dann so.
00:06:07: die Folge daraus, wenn man zu lang am Bildschirm setzt.
00:06:10: Was könnte man noch machen?
00:06:11: Man sollte sich, also hatten wir letztens ja auch schon drüber gesprochen, diese Vorsätze machen.
00:06:18: Ich werde dann mal demnächst ein bisschen mehr spazieren gehen oder so.
00:06:22: Würde ich immer von abraten.
00:06:24: Einfach einen Eintrag im Kalender machen, im besten Falle.
00:06:26: Was was ich am Mittwoch gehe, ich um fünfzehn Uhr spazieren für dreißig Minuten.
00:06:30: So wie ein Termin.
00:06:32: wenn einem das sonst schwer fällt.
00:06:33: So könnte man das zum Beispiel machen.
00:06:35: Ja, dann könnte man natürlich auch mittags mal einfach oder während des Tags so kurze Powernaps oder so was einbauen.
00:06:45: Oder wenn das nicht so jeder Mann, dem ein oder anderen ist, liegt es nicht so, die sagen, ich kann so ein Powernet nicht machen, ich schaffe das nicht.
00:06:52: Entweder schlafe ich dann zwei Stunden lang und mache nicht wieder auf oder bin danach geredert.
00:06:57: Dann könnte man auch einfach mal ein paar Übungen zwischendurch machen oder eine Meditation oder sowas.
00:07:04: Du hast gerade die Hormone auch erwähnt, die natürlich eine Rolle spielen bei diesem Winterblues.
00:07:10: Gibt es denn da manchmal auch die Möglichkeit, dass es so schlimm ist, dass man vielleicht auch da eingreift?
00:07:15: Ja, absolut.
00:07:17: Also wenn das wirklich... schon von anderen beobachtet wird, auch sei es aus der Familie oder einem Freundeskreis, dass jemand sagt, Mensch, du bist aber irgendwie schlecht drauf.
00:07:25: Woran liegt es denn?
00:07:26: Geht es dir nicht gut?
00:07:27: Oder so?
00:07:27: Spätestens dann sollte man einfach mal im Hellhörig werden und denken, vielleicht hat es ja doch noch irgendwie andere Gründe, dass ich so gerädert bin oder so niedergeschlagen bin.
00:07:37: Und dann würde ich immer empfehlen, mal die Hormone anzuschauen, weil ganz häufig sind die dann nämlich wirklich im Keller.
00:07:44: Und natürlich auch wieder unser... heißt begehrtes Vitamin D, das sollte man auch mal anschauen, den Wert.
00:07:51: Weil auch ein Mangel an Vitamin D kann natürlich müde machen, antriebslos machen, depressive Verstimmung, also da sollte man immer gucken.
00:07:58: Wenn ich dann frage, dann sind es halt auch oft die Leute, die gar kein Vitamin D substituieren.
00:08:03: Also da unbedingt mal hinschauen, ich sag immer... Wenn das jemand dann mal schwarz auf weiß sieht, der Wert, der ist wirklich total im Keller, ist es immer was anderes, als wenn man sagt, ich könnte mir vorstellen, dass ihr Wert im Keller ist.
00:08:14: Viele brauchen das.
00:08:15: Die müssen das einfach mal sehen.
00:08:17: Wie sieht der Labor befund aus?
00:08:19: und dann unternehmen sie was?
00:08:21: Ja, dann kann man natürlich auch über die Ernährung einiges machen.
00:08:25: Hat ja vorhin kurz erwähnt, es passiert ja dann leider so, dass die Leute gerade dann Heishunger kriegen, vor allen Dingen auf Süßes.
00:08:31: Man sollte dann natürlich eher zu... bunter vollwertiger Kost greifen, also viel frisches Gemüse essen.
00:08:39: Natürlich Omega-III ist da auch immer ganz hoch im Kurs, wenn wir gerade von Vitamin D gesporen haben.
00:08:43: Omega-III ist auch eine ganz wichtige Quelle und da immer auch ein gutes Omega-III Produkt wählen oder sich da beraten lassen.
00:08:53: Man sollte natürlich wenig oder gar kein Zucker zu sich nehmen, auf Alkohol verzichten.
00:08:58: Weil das natürlich insgesamt, wenn man jetzt sagt, man verzichtet auf Zucker, Alkohol und vielleicht noch Weizen, das unterstützt halt einfach auch unsere Zellen, die Mitochondrien, unsere Zellen, die Kraftwerke.
00:09:10: Und verbessert die Stressresilienz und unterstützt auch unser Gehirn.
00:09:14: Also ich höre fast täglich in der Praxis, ich hab so das Gefühl, wann Hirn ist leer, ich hab Gedächtnis, Lücken, kann mich nicht konzentrieren.
00:09:22: Das sind auch alles auf solche Dinge, die schon auf die Hormone hindeuten.
00:09:26: Da steht oft gar nichts Ernstes dahinter, sondern das ist wirklich ein Mangel im Hormonsystem.
00:09:32: Ganz häufig.
00:09:33: Ja, dann haben wir noch natürlich Antioxidantien, also zum Beispiel Polyphenole aus Bären, grünem Tee, Gemüse haben wir schon gesagt.
00:09:43: Oder auch fermentiertes Gemüse, das im Winter auch immer ganz gut zu machen.
00:09:46: Da gibt es ja auch so Fermentiergläser.
00:09:50: Kann man aber auch ganz simpel in so einem Weckglas zum Beispiel machen.
00:09:53: Einfach rote Beete, Karotten oder Kohlraspeln und das Ganze setzt man dann an.
00:10:00: Also das wird geknetet mit Salz.
00:10:03: Tatsächlich, da entsteht der eigene Saft aus dem Gemüse und dann schichtet man das in so einem Glas.
00:10:08: Kann man natürlich auch fertig kaufen, aber es ist eigentlich nicht schwierig zu machen.
00:10:11: Und da hat man halt super viele lebende Bakterien und gute Ballaststoffe, Vitamine.
00:10:18: und kann sich so ein bisschen so ein Antioxidantchenbooster selber herstellen.
00:10:23: Oder man kauft es sich eben als fertig fermentiertes Gemüse.
00:10:26: Das gibt es auch in guter Qualität.
00:10:30: Vorsicht!
00:10:31: Ansteckende Gesundheit.
00:10:33: Der Podcast
00:10:34: von und mit Natalie
00:10:35: Baranauskas.
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